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Was kostet ein Versicherungsmakler? Provision und Honorar im Vergleich

Taschenrechner und Auswertungen auf einem Schreibtisch: Was kostet ein Versicherungsmakler

Ein Versicherungsmakler kostet Sie auf den ersten Blick nichts. Sie bekommen keine Rechnung. Bezahlt wird er trotzdem: über die Courtage, die der Versicherer für jeden vermittelten Vertrag zahlt und die in Ihrer Prämie steckt. Dieser Beitrag zeigt, wie Makler verdienen, was das für Ihre Verträge bedeutet und wann sich Honorarberatung für Sie rechnet.

Wie verdient ein Versicherungsmakler sein Geld?

Ein Provisionsmakler bekommt vom Versicherer zwei Arten von Vergütung: die Abschlusscourtage für jeden neu vermittelten Vertrag und die laufende Bestandscourtage für die Betreuung. Überwiesen wird beides vom Versicherer. Erwirtschaftet wird es aus den Beiträgen der Kunden. Kostenlos ist die Vermittlung also nie, die Kosten sind nur unsichtbar.

Bei Haftpflicht oder Hausrat fällt das kaum ins Gewicht. Bei Lebens- und Rentenversicherungen sieht es anders aus. Dort berechnen die Versicherer die Abschlusskosten aus der gesamten Beitragssumme und tilgen sie in den ersten Vertragsjahren aus Ihren Einzahlungen. Deshalb ist der Rückkaufswert am Anfang oft sehr niedrig. Wie das im Einzelnen funktioniert, steht in unserem Beitrag über versteckte Kosten in Versicherungs- und Finanzprodukten.

Was kostet ein Versicherungsmakler? Ein Rechenbeispiel

Angenommen, Sie zahlen 30 Jahre lang 200 Euro im Monat in eine private Rentenversicherung. Die Beitragssumme beträgt dann 72.000 Euro. Die Abschluss- und Vertriebskosten werden üblicherweise als Prozentsatz dieser Summe berechnet. Es geht also schnell um vierstellige Beträge, die in den ersten Jahren von Ihren Beiträgen abgehen, bevor nennenswert Kapital für Sie zusammenkommt. Die genaue Höhe steht in Ihren Vertragsinformationen unter „Abschluss- und Vertriebskosten“. Nachsehen lohnt sich. Was das in einem echten Vertrag ausmacht, zeigt unser Fallbeispiel zu versteckten Kosten in einer Lebensversicherung.

Provision oder Honorar

In der Honorarberatung läuft es umgekehrt. Sie zahlen die Beratung direkt, zu einem vorher vereinbarten Honorar. Dafür vermittelt der Berater Nettotarife, in denen keine Abschlussprovision steckt. Die Kosten stehen auf einer Rechnung, und die Empfehlung hängt nicht davon ab, welcher Anbieter am meisten Courtage zahlt.

Ein Nachteil gehört dazu: Das Honorar fällt auch an, wenn Sie sich am Ende gegen einen Abschluss entscheiden. Sie bezahlen die Arbeit und nicht das Produkt. Genau das ist der Sinn.

Wann lohnt sich welches Modell?

Je länger die Laufzeit und je höher die Beitragssumme, desto stärker wirken einkalkulierte Provisionen und desto eher rechnet sich ein einmaliges Honorar. Bei einer Privathaftpflicht für wenige Euro im Monat spielt die Vergütungsfrage kaum eine Rolle. Wichtig wird sie bei Altersvorsorge, Berufsunfähigkeit und allem, was Sie Jahrzehnte begleitet. Lassen Sie sich dort die Kostenquote Ihres Vertrags zeigen, bevor Sie unterschreiben.

Häufige Fragen

Ist die Beratung beim Versicherungsmakler wirklich kostenlos?

Nein. Was ein Versicherungsmakler kostet, steht nur auf keiner Rechnung: Die Courtage steckt in Ihrer Versicherungsprämie. Sie bezahlen die Vermittlung also über Ihre Beiträge, ohne es auf einem Beleg zu sehen.

Darf ein Versicherungsmakler ein Honorar verlangen?

Ja, unter bestimmten Voraussetzungen. Für Nettotarife ohne einkalkulierte Provision ist die Honorarvereinbarung der übliche Weg. Sie wird schriftlich geschlossen, bevor die Beratung beginnt, damit Sie die Kosten vorher kennen. Wer Versicherungen vermittelt, braucht die Erlaubnis nach § 34d GewO und ist im IHK-Vermittlerregister eingetragen.

Was kostet eine Honorarberatung?

Das Honorar vereinbaren wir vorher schriftlich, je nach Umfang als Stundensatz oder Pauschale. Sie wissen damit, was auf Sie zukommt, und können den Betrag mit den einkalkulierten Kosten eines Provisionstarifs vergleichen. Wie unsere Honorarberatung abläuft, lesen Sie auf der Leistungsseite.

Lohnt sich der Wechsel bestehender Verträge?

Nicht automatisch. Bei Altverträgen sind die Abschlusskosten oft längst bezahlt. Eine Kündigung würde dann nur beim nächsten Vertrag neue Kosten auslösen. Der erste Schritt ist deshalb eine Kostenanalyse Ihres Bestands. Für jeden Vertrag wird einzeln entschieden, ob er bleibt, umgestellt oder beitragsfrei gestellt wird.

Ihre Verträge prüfen lassen

Wir von H&N Mein Finanzhaus in Magdeburg arbeiten als Honorarberater. Wir legen unsere Vergütung offen, rechnen Ihnen die Kosten Ihrer bestehenden Verträge vor und vergleichen sie mit Nettotarifen. Das Erstgespräch kostet Sie nichts. Rufen Sie uns an unter 0391-7324971 oder schreiben Sie uns über das Kontaktformular.

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